An einem Apriltag 2024 konnten wir einen Hund namens Merlin in sein neues Zuhause vermitteln. Am selben Morgen „spazierte“ ein ausgehungerter kleiner Welpe voller Flöhe und mit genau derselben Zeichnung ans Tierheimtor. Natürlich nahmen wir die Herausforderung an – der Name Merlin musste weiterleben.
Ein Merlin ging also, ein anderer kam – in der Hoffnung, dass auch er eines Tages seine eigene Familie findet.
Erst am nächsten Tag merkten wir, dass er nicht allein war. In der Nähe fanden wir neun weitere Welpen, die jemand dort sehr „umsichtig“ zurückgelassen hatte. Merlin hatte sich von ihnen abgesondert – wahrscheinlich, weil sie ihn ärgerten und wie das fünfte Rad am Wagen behandelten.
Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Obwohl er inzwischen der Größte von allen ist, hält sich Merlin noch immer zurück, wenn seine Geschwister nach vorn drängen. Mit stillem Staunen sieht er zu, wie sie sich mit den Hunden auf der anderen Seite des Zauns streiten oder die Nachbarn anbellen, zu denen er nur geht, weil er auf ein paar Küsschen hofft. Und wenn sich der Trubel gelegt hat und er sicher ist, dass er niemanden stört, rollt sich Merlin sanft auf den Rücken und sagt mir: Ich bin da – kraul mich ein bisschen.
Wenn Sie ihm die Chance geben, folgt Merlin Ihnen von Zimmer zu Zimmer. Nicht, weil er muss, sondern weil er einfach in Ihrer Nähe sein möchte 🐾
















































